Olpe. Zum 1. SHK-Treff – einer gemeinsamen Veranstaltung der SHK-Innungen Olpe und Siegen-Wittgenstein – sind über 80 Innungsmitglieder in die Event-Scheune des Hotels Albus in Olpe-Griesemert gekommen. Das besondere Highlight war der interessante Vortrag der bekannten Wettermoderatorin und Autorin Claudia Kleinert zum Thema „Unschlagbar erfolgreich – Ihr überzeugendes und souveränes Auftreten. Was gehört dazu?“




 

Claudia Kleinert ist eine der prominentesten Wettermoderatoren Deutschlands. Täglich ist sie dadurch in vielen Wohnzimmern zu Gast. Nun hat sie einen persönlichen Zwischenstopp beim ersten SHK-Treff in Olpe-Griesemert eingelegt: Mit ihrem Vortrag zum Thema „Unschlagbar erfolgreich – Ihr überzeugendes und souveränes Auftreten. Was gehört dazu?“ begeisterte sie die Mitglieder der SHK-Innungen Siegen-Wittgenstein und Olpe. Die beiden Innungen hatten gemeinsam den ersten SHK-Treff in der Event-Scheune des Hotels Albus organisiert. Die Frage von Jürgen Haßler, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd, wie eine Wettermoderatorin dazu komme, sich mit dem Thema Auftreten zu befassen, beantwortete die gebürtige Koblenzerin so: „Bei jeder Begegnung mit Menschen haben wir mit Wirkung zu tun. Auf meinem Werdegang hat mich das immer begleitet. Zuerst der Kundenkontakt in der Ausbildung als Bankkauffrau, dann habe ich während des BWL-Studiums unter anderem als Messehostess gearbeitet – auch da hatte ich mit vielen Menschen zu tun – und als Moderatorin bin ich bei vielen Veranstaltungen, auf denen ich auch immer wieder auf unterschiedliche Menschen treffe. So bin ich nach und nach in den Bereich des Coachings hineingekommen und habe darüber ein Buch `Unschlagbar positiv: Die Charisma-Formel´ geschrieben.“
„Mehr Ausstrahlung ist machbar“

Gleich zu Beginn ihres abwechslungsreichen Vortrags, bei dem das interessierte Publikum lebhaft mit einbezogen wurde, machte Claudia Kleinert Mut: „Die gute Nachricht ist: Jeder kann es. Mehr Ausstrahlung ist machbar. Mit ein paar Tipps und Tricks können wir lernen, unsere Ausstrahlung zu professionalisieren.“ Besonders komme es darauf an, dass wir positive persönliche Glaubenssätze haben und an unsere Aufgaben mit Emotion und Begeisterung herangehen.

Eine positive Lebenseinstellung wirkt auf unser Umfeld. Auch Gestik, Mimik und das äußere Erscheinungsbild haben einen entscheidenden Einfluss auf die Wirkung eines Menschen. „Wie gut setzen wir unsere Sprache ein? Welchen Wortschatz und welche Stimme haben wir? Auch diese Fragen spielen eine große Rolle dabei, wie Menschen auf uns wirken“, weiß die Expertin. Der Rat des Profis lautet: „Erwärmen Sie sich für sich selbst und andere, denn auch Empathie ist eine der wichtigsten Komponenten in zwischenmenschlichen Beziehungen. Geben Sie Ihrem Gegenüber Feedback und sorgen Sie für eine positive Stimmung. Das funktioniert gut, wenn Sie Ihren Gesprächspartner mit Namen ansprechen und sich auf ihn fokussieren. Durch Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit signalisieren Sie Interesse an Ihrem Gesprächspartner. Dadurch fühlt er sich persönlich wahrgenommen.“ Claudia Kleinert hatte aber nicht nur gute Ratschläge und Tipps im Gepäck – mit interaktiven Übungen animierte die Wahlmünchnerin das Publikum zum Mitmachen und hatte dadurch die volle Aufmerksamkeit ihres Publikums.
Wirkung auch im Handwerk wichtig

Eine positive Außenwirkung trägt nicht nur zum wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens bei, sondern macht auch bei potenziellen Fachkräften guten Eindruck. Deshalb ist dieses Thema in Zeiten des Nachwuchs- und Fachkräftemangels vor allem auch im Handwerk ein wichtiger Gedanke. Die Mitarbeiter verkörpern die Visitenkarte eines Unternehmens, damit prägen sie mit ihrem eigenen Verhalten auch das Image des Betriebs. Im Anschluss an den Vortrag von Claudia Kleinert gab es ein gemeinsames Abendessen und Freiraum für geselliges Miteinander, regen Austausch und interessante Fachgespräche.

Zeugnisse und Gesellenbriefe für frischgebackene SHK-Fachkräfte

SHK-Innung Siegen-Wittgenstein gratuliert 17 Gesellen zur bestandenen Prüfung

 

Siegen. Insgesamt haben im Kreis Siegen-Wittgenstein 17 junge Männer die Gesellenprüfung zum Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik erfolgreich bestanden. Im Berufskolleg Technik in Siegen bekamen die frischgebackenen Fachkräfte nun in Kleingruppen unter Einhaltung der Corona-Schutzbestimmungen ihre Zeugnisse und Gesellenbriefe überreicht. Die obligatorische Freisprechungsfeier soll – wenn es die Situation dann erlaubt – im Herbst nachgeholt werden.

Sowohl Berufsschullehrer Frank Möller als auch Karl-Friedrich Bublitz, Obermeister der Fachinnung Sanitär – Heizung – Klima Siegen-Wittgenstein, beglückwünschten die jungen Gesellen zu diesem Meilenstein ihrer Karriere. Die Freude über die bestandenen Prüfungen in diesem herausfordernden Jahr stand den jungen Männern ins Gesicht geschrieben. „Mit dieser Gesellenprüfung sind die jungen Leute zu gefragten und gut bezahlten Fachkräften in der Branche Sanitär – Heizung – Klima aufgestiegen. Nach der bestandenen Prüfung können die Gesellen nun als Facharbeiter im Bereich der Montage oder im Kundendienst arbeiten, ein Studium im Bereich der Haustechnik beginnen oder sich zum Meister weiterbilden und sich dann früher oder später mit eigenem Betrieb selbstständig machen. Viele Möglichkeiten stehen ihnen nun offen“, erklärt der erfahrene Obermeister, der auch seinen beiden eigenen Auszubildenden zur bestandenen Prüfung gratulieren konnte.

Karriere im SHK-Handwerk – Ein Beruf mit Zukunft und sehr guter Gehaltsaussicht

Das Handwerk Sanitär – Heizung – Klima (SHK) befasst sich mit der kompletten Haustechnik und der Steuerung von haustechnischen Systemen wie zum Beispiel Heizungsanlagen, Lüftungsanlagen oder Sanitäranlagen. Die alltägliche Arbeit gestaltet sich sehr abwechslungsreich und reicht von der Planung über die Erstellung bis hin zur Wartung der haustechnischen Anlagen. Zudem steht man täglich im Kundenkontakt und lernt immer wieder neue Gegebenheiten kennen. Die Ausbildungszeit zum Anlagenmechaniker im SHK-Handwerk beträgt dreieinhalb Jahre und endet mit der Gesellenprüfung. „Besonders wichtig ist mir, zu betonen, dass die Löhne im Handwerk und speziell im SHK-Handwerk – entgegen dem oft gehörten Vorurteil – nicht niedrig sind. Ganz im Gegenteil, denn gute Fachleute sind heutzutage rar, werden dringend gesucht und müssen dementsprechend auch entlohnt werden“, stellt Karl-Friedrich Bublitz klar. Selbstverständlich werden auch im SHK-Handwerk moderne EDV-Techniken eingesetzt. Zum Beispiel für die Steuerung, Reglung und Überwachung der Haustechnischen Anlagen – auch wenn diese Technik den Menschen in diesem Bereich nicht ersetzen kann. Als Anlagenmechaniker im Bereich Sanitär – Heizung – Klima ist man in der Regel in kleineren Betrieben beschäftigt, in denen die persönliche Ansprache und die eigene Persönlichkeit geachtet wird.

Aus der Fachinnung Sanitär – Heizung – Klima Siegen-Wittgenstein haben die Gesellenprüfung bestanden:

Wintergesellenprüfung 2020/2021

Einsatzgebiet Heizungstechnik:

Louis Balz (Dieter Althaus, Erndtebrück)

Yannick Bernshausen (Peter Rothenpieler, Bad Laasphe)

Lucas Moritz Daub (Erwin Rübsamen GmbH, Siegen)

Dario Heinacher (Willi Gräf GmbH, Siegen)

Martin Immel (Pötz GmbH & Co. KG, Kreuztal)

Yannick Koch (Klein GmbH & Co. KG, Siegen)

Marc Kröller (Martin Kröller, Wilnsdorf)

Marvin Mischur (V.I.T.T. Gebäudetechnik GmbH, Burbach)

Kevin Röhrich (Klaus Meinhard GmbH, Siegen)

Deniz Sahin (Thomas Dörnbach, Netphen)

Joel Sassmannshausen (Frank Vorländer, Hilchenbach)

David Schaum (Matthias Peter, Siegen)

Marcel Seidel  (Wolfgang Bäcker GmbH, Siegen)

Simeon Vladimir Stötzel (Thomas Erdmann, Siegen)

Einsatzgebiet Sanitärtechnik:

Florian Haeger (HEGNER SANI GmbH, Siegen)

Marvin Lewitz (Dickel GmbH, Hilchenbach)

Adrian Selimi (Erwin Rübsamen GmbH, Siegen)

Hochkarätiger Vortrag von Dr. Walter Krupp

Kreis Siegen-Wittgenstein/Kreis Olpe. Rund 60 Mitglieder waren der Einladung der beiden Obermeister Thomas Enders (Fachinnung Sanitär-Heizung-Klima u. Klempnertechnik Olpe) und Karl-Friedrich Bublitz (Fachinnung Sanitär-Heizung-Klima Siegen-Wittgenstein) zum 2. SHK-Treff in die Event-Scheune des Hotels Albus nach Olpe-Griesemert gefolgt. Thema des Abends war die Digitalisierung, die auch im Handwerk Einzug gehalten hat. 




Als Referent konnte Dr. Walter Krupp von der Akademie Deutscher Genossenschaften ADG gewonnen werden. „Digitalisierung“ ist in aller Munde. Nicht nur im Handwerk beschäftigt viele Menschen der Wandel hin zu elektronisch gestützten Prozessen mittels neuer Informations- und Kommunikationstechnologie, vielmehr ist heute in vielen Handwerksunternehmen die Digitalität Voraussetzung für einen gut funktionierenden Betrieb. Trotzdem bleiben noch viele Möglichkeiten ungenutzt. Zeit also, sich mit dem Thema auseinander zu setzen, um die Herausforderungen der Digitalisierung anzunehmen und die Chancen optimal zu nutzen. Dr. Walter Krupp, Dozent bei der Akademie Deutscher Genossenschaften ADG und im Vorstand des Forschungsinstituts der ADG, beschäftigt sich bereits seit über 10 Jahren intensiv mit der digitalen Entwicklung und hatte für die Mitglieder der beiden SHK-Innungen einen interessanten Vortrag mit dem Titel „Digitalisierung: Herausforderung und Chance“ im Gepäck.

„Daten sind das neue Gold“

Gleich zu Beginn seines kurzweiligen Vortrags machte der Rheinländer deutlich, dass nicht die Technik die Zukunft bestimmt, sondern der Mensch die Zukunft gestalten muss. Dabei kann er die Chancen der Digitalisierung nutzen, ohne aber den persönlichen analogen Kontakt zueinander zu vernachlässigen. Nach Meinung des Experten seien die Betriebe grundsätzlich für die Herausforderungen, die die Digitalisierung mit sich bringt, bereit. Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung sei aber, dass man sich mit dem Thema auseinandersetze und in machbaren Schritten handele. Der Fachmann übt jedoch auch Kritik: „In Deutschland müssen wir endlich den Schieberegler vom Datenschutz mehr in Richtung Datenschatz ziehen. Denn Daten sind das neue Gold.



Andere Länder haben das längst begriffen.“ Die Vorteile der Digitalität seien, dass Daten besonders schnell und einfach zu verarbeiten seien und auch leicht verbreitet werden könnten. Somit sei eine höhere Effizienz in der Arbeit möglich. „Plattformen und digitale Ökosysteme erobern die Welt. Sehen Sie sich an, welche Unternehmen die derzeit wertvollsten der Welt sind“, so Dr. Walter Krupp.

Netzwerk in Zukunft immer wichtiger

„Ein gutes Netzwerk wird in der Zukunft immer entscheidender sein. Daher ist das, was Sie in der Innung tun, genau das Richtige“, lobt Dr. Walter Krupp die Innungsbetriebe. Ziel solle sein, sich auszutauschen, um die Region digital nach vorne zu bringen. „Im Netzwerk kann man schauen, wer macht was und wo richtig gut. Davon kann man lernen“, empfiehlt der Experte. Dabei sei aber nicht nur die digitale Welt wichtig, sondern vor allem die beteiligten Menschen im Kontakt und die persönliche Kommunikation. Dr. Walter Krupp gab einen Einblick in die aktuellen Förderprogramme und hatte noch einen abschließenden Tipp parat: „Folgendes möchte ich Ihnen mit auf dem Weg geben: Beschäftigen Sie sich – trotz guter Auftragslage – mit dem Thema Digitalisierung. Finden Sie als Unternehmen Ihren eigenen Weg und bleiben Sie stets offen für Neues.“ Im Anschluss an den Vortrag von Dr. Walter Krupp gab es ein gemeinsames Abendessen sowie Freiraum für geselliges Miteinander und Fachgespräche.


Bildzeile: Die beiden Obermeister der SHK-Innungen der Kreise Siegen-Wittgenstein, Karl-Friedrich Bublitz (li.), und Olpe, Thomas Enders (2.v.li.), begrüßten den Referenten Dr. Walter Krupp (re.) und ihre Innungskollegen zum 2. SHK-Treff auf der Griesemert.  

Freisprechungsfeier der SHK-Innung:  v.l. n.r.: Sandra Hunke, Prüfungsbester Rolf Stöcker, Obermeister K.-F. Bublitz, Prüfungsbester Tom Plieninger.

Freisprechungsfeier der SHK-Innung Siegen-Wittgenstein und Olpe

Zu ihrer Freisprechungsfeier hatten jetzt die SHK-Innungen (Sanitär-Heizung-Klima) Siegen-Wittgenstein und Olpe nach Wenden-Schönau eingeladen. Im Beisein von Familie, Freunden und Ausbildungsbetrieben bekamen insgesamt 30 Gesellen in feierlichem Rahmen ihre Zeugnisse und den Gesellenbrief vom Obermeister der Siegen-Wittgensteiner SHK-Innung überreicht.

Karl-Friedrich Bublitz begrüßte seine frischgebackenen Fachkräfte und freute sich über die guten Leistungen bei den Sommergesellenprüfungen 2019 und Wintergesellenprüfungen 2019/2020 bei den Anlagenmechanikern Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik in den Handlungsfeldern Wärmetechnik, Wassertechnik sowie in den Einsatzgebieten Heizungstechnik und Sanitärtechnik.

Er und sein Olper Obermeister-Kollege Thomas Enders hoben in ihren Reden den hohen Stellenwert der Weiterbildungen hervor. Auch das Thema Fachkräftemangel sprach Thomas Enders kurz an, schloss dies aber mit einem vielversprechenden Satz ab: „Doch für Sie, die jungen Gesellen, bedeutet dies, dass Ihre berufliche Perspektive dementsprechend hervorragend ist. Insofern gilt für Sie: ´Volles Rohr – Zukunft´ oder „Zeit zu starten“ oder besser „Zeit durchzustarten“.

Für die frischen Gesellen hatte sich Jürgen Haßler als Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Westfalen-Süd einen besonderen Gast für die Freisprechungsfeier eingeladen. Sandra Hunke aus Schlangen (bei Paderborn), die vor acht Jahren ihre Lehre als Anlagenmechanikerin erfolgreich abgeschlossen hat, ist eine bekannte Social-Media-Bloggerin. Bei dem Wettbewerb „Miss Handwerk“ hatte sie den 2. Platz gemacht und wurde für die Modelwelt entdeckt.

Seitdem reist sie als Model durch die Welt, ist auf den Laufstegen der Modehauptstädten zu Gast und ist überdies auch Markenbotschafterin für renommierte Badausstatter. Doch dem Handwerk möchte sie immer treu bleiben, sagt sie. Zweieinhalb Tage arbeitet sie in ihrem erlernten Beruf, ist auf Baustellen und packt tatkräftigt mit an.

Lackierte Fingernägel? Fehlanzeige. Stattdessen steht sie in einem Handwerksbetrieb mit acht Mitarbeitern ihre Frau und freut sich, nach getaner Arbeit über die Zufriedenheit der Kunden. „Ein neues Badezimmer zu planen und zu bauen macht doch einfach nur Spaß“, so Sandra Hunke. Selbstverständlich muss sie parallel aber auch ihre gut 30.000 Follower bei Instagram bei Laune halten. „Diese beiden Welten sind sehr spannend und machen mir enorm viel Spaß. Wenn ich vor die Wahl gestellt würde, Model-Business oder Handwerk, würde ich mich für letzteres entscheiden“, so das klare Statement von ihr. Mit dieser Aussage traf der sympathische Gast aus Paderborn bei den Zuhörern voll ins Schwarze.


Sommergesellenprüfung 2019:

Handlungfeld „Wassertechnik“:
Dennis Dornhöfer (Dickel GmbH, Hilchenbach)

Einsatzgebiet „Sanitärtechnik“
Tom Plieninger (Dirk Plieninger, Siegen)


Freisprechungsfeier der SHK-Innung: v.l. n.r.: Sandra Hunke, Prüfungsbester Rolf Stöcker, Obermeister K.-F. Bublitz, Prüfungsbester Tom Plieninger.
Text und Fotos: Kai Osthoff

Wintergesellenprüfungen 2019/2020

Handlungsfeld „Wärmetechnik“
Joshua Haardt (Heinrich Vitt Haustechnik GmbH, Siegen)

Handlungsfeld Wassertechnik
Justin Fey (Rolf Nickolai, Neunkirchen)
Ercan Klein (Fischer GmbH & Co. KG, Siegen)
Merlin Meyer (Rolf Nickolai, Neunkirchen)
Daniel Resch (Willi Gräf GmbH, Siegen)
Butrint Zejnullahu (Ernst Hermann Schmidt e. K., Siegen)

Einsatzgebiet „Heizungstechnik“:
Jan-Niklas Beuter (Becker GmbH, Bad Berleburg)
Björn Jaworek (Klaus Meinhard GmbH, Siegen)
Johannes Keßler (V.I.T.T Gebäudetechnik GmbH, Burbach)
David Leusmann (Crevecoeur & Schmidt GmbH, Kreuztal)
Sebastian Neidhöfer (Paul Weisgerber e. K., Siegen)
Justin Roth (Ralf Gütting, Bad Laasphe)
Nico Rupprecht (Gerhard Pfeil GmbH & Co. KG, Bad Berleburg)
Rolf Stöcker (Dietmar Wittzek GmbH, Netphen)

Einsatzgebiet „Sanitärtechnik“:
Björn Roggenkamp (Peter Stöcker, Erndtebrück)
Ali Saleh (Bäcker Haustechnik GmbH & Co. KG, Siegen)

Die Prüfungsbesten wurden:
Tom Plieninger (Dirk Plieninger, Siegen)
Rolf Stöcker (Dietmar Wittzek GmbH, Netphen)
Freisprechungsfeier der SHK-Innung:  v.l. n.r.: Sandra Hunke, Prüfungsbester Rolf Stöcker, Obermeister K.-F. Bublitz, Prüfungsbester Tom Plieninger.

SHK-Innung Si-Wi: Umstellung von L- auf H-Gas wird konkret

Die Erfassung der Verbraucher-Endgeräte läuft bereits auf Hochtouren.

Eines der bisher größten Gas-Infrastrukturprojekte wird nun auch in Siegen-Wittgenstein und Umgebung konkret: Die technische Umstellung vom bisherigen niederkalorischen L-Gas (L= engl. „low“) auf hochkalorisches H-Gas (H= engl.“high“) wird bis Mitte des übernächsten Jahres (2022) in mehreren Schritten umgesetzt.
 

Grund ist der Umstieg von niederländischem (L-) Gas auf Gaslieferungen aus Norwegen und Russland mit (H-) Gas-Vorkommen. Notwendig wurde dieser Schritt, da die Gasvorkommen in den Niederlanden nahezu erschöpft sind, während in Nordeuropa und Russland diese für viele Jahrzehnte gesichert sind. Die beiden Gassorten unterscheiden sich jedoch im Brennwert. Das sogenannte H-Gas hat einen höheren Methangehalt und setzt daher mehr Energie frei. Damit alle Gas-Geräte weiterhin sicher und zuverlässig arbeiten, müssen Gasheizungen-, thermen, Warmwasserbereiter etc. umgerüstet werden. Das heißt: An jedem einzelnen Gerät muss eine Düse getauscht und die Steuerung der Geräte so angepasst werden, dass die neue Gassorte durchströmen kann.

Davon betroffen sind alle Gaskunden, unabhängig von ihrem Lieferanten und unabhängig davon, ob Sie Mieter oder Hausbesitzer sind. Sie müssen aber nicht selbst aktiv werden. Ihr Netzbetreiber wird mit nötigem Vorlauf einen Termin zur Erfassung und Bestandsaufnahme Ihrer Gasgeräte mit Ihnen vereinbaren (falls nicht schon geschehen). Im zweiten Schritt erfolgt dann die Umrüstung Ihrer Geräte. Auch hier wird sich Ihr Netzbetreiber zeitig mit Ihnen in Verbindung setzen.

Das Material wird vom Netzbetreiber gestellt. Auch für die Umrüstung kommen keine direkten Kosten auf den Gaskunden zu. Also Vorsicht, falls ein „Monteur“ Bargeld bei einer vermeintlichen Umstellung verlangt. Die bestellten Fachbetriebe der Netzagenturen können sich ausweisen!

In einigen wenigen Fällen, wie z.B. bei Geräten, die älter als ca. 30 Jahre sind, gibt es keine Ersatzteile mehr. Somit kann auch keine Umrüstung erfolgen. Da diese aber zwingend erforderlich ist, müssen diese Geräte vom Kunden ersetzt werden, da sie sonst vom Netz genommen werden.

In diesem Falle sollten Sie sich an einen hiesigen SHK-Innungsfachbetrieb wenden. Dieser kann gemeinsam mit Ihnen ein passendes neues Gerät finden und Sie hinsichtlich möglicher Förderungen beraten. Alle regionalen Innungsfachbetriebe, aktuelle Förderungen und weitere Informationen finden Sie auf der Website der Innung unter www.lv-siegen.de